Liebe See-Fans

Gesundheit und Zusammenhalt stehen jetzt an erster Stelle. Da an Urlaub momentan leider nicht zu denken ist, wollen wir Euch die Wasserwelten ins eigene Wohnzimmer bringen - mit eindrucksvollen Videos, spannenden Geschichten und spielerischer Unterhaltung für die Kleinen. Viel Spaß beim Wegträumen!

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Köder Headmotiv

Angeln am See

Köder

Foto: © Unicorn-Pictures / fotocommunity

Köder

Allgemein

Als Köder bezeichnet man ein Utensil, welches zum Anlocken der Fische verwendet wird. Neben der entsprechenden Angelausrüstung spielt die Wahl des richtigen Köders eine entscheidende Rolle. Je nach Fischart müssen unterschiedliche Köder eingesetzt werden, um einen erfolgreichen Angeltag zu erleben. Man unterscheidet zwischen Natur- und Kunstködern. Kunstköder werden meist beim Angeln auf Raubfische genutzt. Das Verwenden von lebendem Köderfisch gilt als Tierquälerei und ist in Deutschland verboten. Welcher Köder nun zu welchem Fisch passt, erfahrt ihr in den einzelnen Beschreibungen.

Naturköder

Boilies

Ein Boilie ist ein spezieller Köder zum Karpfenangeln, der aus Sojamehl, Maismehl, Griesmehl und Eiern besteht. Boilies werden in Kugelform gerollt und anschließend gekocht. Je nach verwendeten Zutaten können sie zäh bis sehr hart werden. Die Kugeln werden an der Angelschnur befestigt, damit die Karpfen leicht anbeißen können. Ebenso lassen sich auch Barben, Schleien, Döbel und Karauschen damit befischen.

Brot

Einer der ältesten Köder ist bekanntlich frisches Brot. Es kann als Teig oder Flocke verwendet werden. Da Brotflocken besonders leicht sind, werden sie vom Fisch ohne Misstrauen angenommen. Noch einfacher ist es, wenn man die Fische mit etwas Brot anfüttert. Dieser Köder ist für alle Friedfischarten geeignet.

Insekten

Das Fischen mit natürlichen Insekten ist eher etwas für erfahrene Angler, da man über gute Kenntnisse der verschiedenen Lebewesen verfügen sollte. Sehr beliebt sind Heuschrecken, Fliegen, Raupen, Grillen, Schnarken, Käfer und Maden.
Beim Angeln auf Friedfische benutzt man üblicherweise Fliegen und Maden. Hiermit lassen sich wunderbar Barbe, Döbel, Schleien, Güster und Brassen fangen.
Die grüne Heuschrecke ist eine der fängigsten natürlichen Insekten und sehr beliebt bei Döbeln, Forellen, Plötzen, und Forellenbarschen. Mit Raupen als Köder kann man diese ebenfalls überlisten. Mai- und Rosenkäfer, sowie deren Larven, locken Döbel, Forellenbarsche und Rotfedern an.

Kartoffeln

Der beliebteste pflanzliche Köder zum Fang von großen Karpfen, Schleien, Rotaugen und Brassen, sind kleine, gekochte Kartoffeln. Damit der Köder besser wahrgenommen wird, sollten auf dunklem Gewässergrund geschälte Kartoffeln und auf schlammigen Gewässergrund dunkle Kartoffeln verwendet werden. Da Kartoffeln recht schwer sind, müseen keine zusätzlichen Bleie an der Angel montiert werden.

Köderfisch

Das Verwenden von lebendem Köderfisch gilt als Tierquälerei und ist in Deutschland generell verboten. Nur erfahrene und geübte Angler dürfen mit einer besonderen Genehmigung der Fischereibehörde mit ihm fischen. Diese Genehmigung ist gesondert zu beantragen. Waidgerechte Angler verwenden toten Köderfisch. Um Fischkrankheiten vorzubeugen, sollten keine Köderfische aus fremden Gewässern mitgebracht werden. Mit Köderfischen lassen sich besonders gut Aal, Barsch, Döbel, Barbe und Wels fangen.

Mais

Mais ist einer der beliebtesten Angelköder auf Friedfische. Man kann sowohl Dosenmais, als auch Hartmais verwenden. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Während der Dosenmais hauptsächlich aus französischen Anbaugebieten stammt, wird der Hartmais als Futtermais in deutschen Gebieten geerntet. Deshalb ist er auch in größeren Mengen und günstig im landwirtschaftlichen Handel erhältlich. Der Dosenmais lässt sich prima einzeln oder zu mehreren Körnern an größeren Haken anbringen. Beide Maissorten können mit diversen Lockstoffen bestärkt werden. Für Fischarten wie Forellen, Barsche, Döbel und Brassen, sowie einige Raubfische, ist der Mais ein attraktiver Köder.

Wurm

Wohl einer der beliebtesten Naturköder ist der Wurm. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Würmern. Zum einen gibt es den Kompost- bzw. Erdwurm. Diese eignen sich besonders gut zum Friedfischfang. Einziger Nachteil ist, dass sie ein Sekret absondern, weshalb Anbisse vom Aal meistens ausbleiben.
Ein weiterer beliebter Wurmköder ist der Wattwurm, welcher bei allen Meeresfischen gern gesehen ist. Auch der Seeringelwurm ist ein im Handel angebotener Köder, der sich ebenfalls zum Fang aller Meeresfische eignet. Er ist ca. 30 cm lang und hält lange am Haken. Einziger Nachteil ist, dass er im Wasser nicht sehr aktiv ist.

Kunstköder

Blinker

Bei einem Blinker handelt es sich um einen ovalen Kunstköder aus Metall, der zum Angeln auf Raubfische verwendet wird. Da er im Wasser in trudelnde Bewegungen versetzt wird, wirkt er auf Raubfische wie ein Beutefisch. Blinker sind oft mit bunten Federn oder Anhängern geschmückt. Beliebt ist der Blinker auch bei folgenden Fischarten: Hecht, Zander, Barsch, Forelle und Rapfen.

Gummiköder

Einer der wohl vielfältigsten Köder ist der Gummiköder. Er unterscheidet sich von anderen durch seine Form. Denn hier sind der Auswahl keine Grenzen gesetzt. Einerseits werden natürliche Modelle wie Würmer, Krebse, Fische, Frösche etc. nachgestellt. Andererseits gibt es auch Variationen, die keinerlei natürlichem Vorbild gleichen. Ein Unterschied zu Kunstködern besteht darin, dass die Gummiköder vor Gebrauch auf einem Hakensystem montiert werden müssen. Eine weitere Besonderheit ist es, dass sie mit Duftstoffen imprägniert werden können. Dies hat schon so manchen Angler zu größerem Erfolg verholfen.

Jerkbaits

Jerkbaits ähneln großen Wobblern; besitzen jedoch keine Tauchschaufel. Ihnen muss durch ruckartige Bewegungen Leben eingehaucht werden, da sie kaum Eigenaktionen haben. Es gibt sowohl schnell sinkende, als auch schwimmende Modelle. Je nach Typ, bewegen sie sich auf und ab oder seitwärts. Idealerweise verwendet man für Jerkbaits kurze, harte Ruten, um sie gut zu führen.

Pilker

Der Pilker ist ein Kunstköder, der beim Sportfischen verwendet wird. Er besteht meist aus Blei und ist besonders fürs Flachwasser-, sowie fürs Tiefseeangeln geeignet. Er erzeugt Schwingungen unter Wasser, wodurch er vom Fisch als Beute angesehen wird. Mit dem Pilker wird hauptsächlich auf Dorsch, Steinbeißer, Köhler, Polack, und ähnliche Fische geangelt.

Popper

Ein Popper ist ein künstlicher Köder, welcher nur an der Wasseroberfläche geführt wird. Durch seine nach innen gewölbte Form und nach oben gerichtete Schaufel wird beim Ziehen Wasser nach oben geschleudert und so ein plätscherndes Geräusch erzeugt. Dadurch werden Raubfische auf den Köder aufmerksam und wenn man zwischendurch eine Ziehpause einlegt, kommt häufig der erwünschte Anbiss. Idealerweise sind Popper auch in stark bewachsenen Gewässern anzuwenden, da man somit Verhakungen entgegenwirkt. Besonders Barsche, Hechte und Welse lassen sich mit einem Popper einfangen.

Spinner

Der Spinner zählt zu den Kunstködern und wird hauptsächlich beim Raubfischfang eingesetzt. Er ist in verschiedenen Größen erhältlich und besteht aus einem Metallblatt, einer Achse mit Gewicht und einem Haken. Wichtig bei einem Spinner ist, dass sich das Metallblatt gut dreht. Denn beim Zug der Angel rotiert das Blatt um die Achse und lockt mit seinen starken Vibrationen Raubfische an. Anzuwenden ist diese Methode idealerweise dort, wo man nicht direkt am Boden fischen kann. Denn leichtere Modelle lassen sich gut an der Oberfläche führen. Mit dieser Angelmethode lassen sich besonders gut Zander, Barsch, Hecht und Forelle fangen.

Wobbler

Bei einem Wobbler handelt es sich um einen künstlichen Köder, der beim Angeln von Raubfischen zum Einsatz kommt. Er ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich und soll durch seine im Wasser taumelnden Bewegungen, einen kranken Fisch imitieren. Sie bestehen aus Kunststoff oder Holz und sind mit einigen Drillingshaken versehen. Wobbler gibt es in schwebenden, schwimmenden und sinkenden Variationen.

Zocker

Der Zocker gehört zu den Metallködern und ist die Kleinversion eines Pilkers. Er besteht aus Blei und ist in der Regel zwischen 8 und 30 Gramm schwer. Angewendet wird er zum Fang von Barsch und anderen Raubfischen. In der Regel sollte er grundorientiert geführt werden. Durch Heben und Senken des Köders werden die Zielfische aufmerksam und der Anbiss lässt nicht lange auf sich warten.

Außergewöhnliches

Frolic

Wer glaubt, dass Angeln mit Hundefutter unmöglich ist, liegt falsch. Schon viele Angler haben beim Fischfang mit Frolic große Erfolge erzielt. Dieser Köder ist eine gute Alternative zu den Boilies. Da die Fische das Hundefutter aus der Natur nicht kennen, ist es umso beliebter. Wenn man sie ein paar Tage vorher anfüttert, kann man beim Fischfang mit großem Andrang rechnen. Besonders geeignet sind Frolic für Weißfische, Karpfen, Schleien und große Friedfische.

Hanf

Hanf ist ebenfalls ein sehr nützlicher Köder; allerdings nur, wenn er gekocht wurde. Unbehandelt hat er keinerlei Wirkung auf die Fische. Ein Vorteil ist, dass er zu keinerlei Sättigung bei den Fischen führt, da er die Verdauung extrem beschleunigt. Nachteil ist, dass die Hanfkörner aufgrund ihrer Größe nur schlecht am Haken zu befestigen sind. Mit Hanf lassen sich besonders gut Rotaugen, Karpfen und Barben fangen.

Käse

Käse ist ebenfalls ein fängiger Köder, welcher sich super zum Angeln von Barben, Döbeln und Aiteln eignet. Als beste Käsesorten haben sich Emmentaler, Gouda und Edamer bewährt. Ebenso extrem riechende Variationen sind sehr beliebt. Der Käse sollte in Würfel geschnitten, und mit der Ködernadel montiert werden. Wenn man den Lockstoff des Käses etwas verändern möchte, kann man den Käse über Nacht in Milch und dem gewünschten Lockstoff einlegen.

Marshmallows

Ein weiterer Erfolgsköder sind Marshmallows. Diese sind in verschiedenen Farben, Größen und Aromen erhältlich und somit perfektes Lockmittel für Karpfen, Schleie, Weißfische und Salmoniden. Marshmallows sind zu verwenden als Oberflächenköder, zum Schleppen oder als Grundköder und können mit weiteren Ködern, wie Maden oder Mais kombiniert werden.

Obst

Wer noch ein paar Bananen übrig hat, kann diese ohne Bedenken beim Angeln verwenden. Denn kleine Bananenstückchen locken im Sommer Karpfen und Döbel an.

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