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Segeln am See

Die schönsten Seen und wichtige Tipps

Foto: Arek Socha (CC0)

 

Segel-Ziele, Urlaubsangebote und Tipps

Auf zu neuen Ufern: In unserem Segel-Special findest Du Tipps rund um das Thema Segeln und natürlich auch eine Auswahl von Seen, an denen sich Segler in Deutschland besonders wohl fühlen. Außerdem findest Du attraktive Urlaubsangebote für Segler sowohl in Deutschland als auch darüber hinaus. Und wer selbst im Winter nicht auf das Segeln verzichten will, sollte sich Eissegeln mal etwas näher ansehen. Dann mal: Leinen los!

 

Segeln für Anfänger

Wer segeln lernen möchte, hat in Deutschland Glück, denn hier gibt es ein dicht verzweigtes Netz von Segelschulen und Segelvereinen an Seen in so gut wie allen Landesteilen und sicher auch in Deiner Nähe. Wie andere Sportarten auch lässt sich Segeln am einfachsten erlernen, indem man es ausprobiert. Dafür bieten Segelschulen häufig Schnupperkurse für ein Wochenende oder eine Woche an, die Dir eine Möglichkeit geben, zu erfahren, ob Segeln das Richtige für Dich ist. Viele weitere Tipps zum Thema Segeln für Anfänger findest Du hier.

Segeln – wie teuer?

Segeln gilt nach wie vor häufig als „Reichen-Sport“. Dabei ist Segeln längst zu einem Massensport geworden, ähnlich wie Tennis. Und natürlich hat nicht jeder Segler ein eigenes Boot – braucht man ja auch nicht, denn an den meisten Segel-Seen oder am Meer lassen sich Boote unterschiedlicher Klassen chartern oder leihen. Je nach Bootstyp kostet das Leihen 15-20 Euro die Stunde, oder 80-100 Euro am Tag, wobei die größeren Boote häufig nicht wesentlich teurer sind als kleinere und sich daher Segeln in einer Gruppe finanziell lohnen kann. Bevor Du Dir ein Boot leihen kannst, musst Du allerdings einen Segelkurs machen, der je nach Segelschule und Länge des Kurses mehrere hundert Euro kosten kann. Diesen Kurs musst Du aber natürlich nur einmal machen. Günstiger ist da manchmal die Mitgliedschaft in einem Segelclub oder Segelverein, die häufig ihren Nachwuchsmitgliedern nicht nur Wissen und Handwerk vermitteln, sondern natürlich auch eine tolle Gemeinschaft von Seglern darstellen.

Segel-Redensarten

Viele Begriffe und Redensarten aus dem Segler-Wortschatz haben es in den alltäglichen Sprachgebrauch geschafft. Zum Beispiel: Die Segel streichen. Das hat natürlich nichts damit zu tun, Segel anzustreichen sondern heißt einfach nur die Segel einholen – also sie zu raffen, um dem Wind keine Angriffsfläche zu bieten. In stürmischen Situationen müssen die Segel also gestrichen werden, um den Mast zu schützen und um das Schiff vor dem Kentern zu bewahren. Die Segel streichen heißt im allgemeinen Sprachgebrauch aber auch „kapitulieren“, weil das Streichen der Segel in Zeiten von Seeschlachten ein Zeichen der Kapitulation war, denn ein Schiff mit gestrichenen Segeln ist nicht mehr manövrierfähig und kann daher auch nicht mehr angreifen. Die Segel hissen ist übrigens das Gegenteil von Segel streichen – und hissen heißt eigentlich nur hochziehen und kann sowohl für Segel als auch für eine Fahne verwendet werden. Und falls Du Dich jetzt noch fragst, wo Backbord und wo Steuerbord ist: Backbord ist in Schiffsrichtung links und Steuerbord in Schiffsrichtung rechts – also wenn der Kapitän am Steuer steht und über das Schiff blickt, ist Steuerbord zu seiner rechten Hand und Backbord zu seiner linken.

Segeln ohne Segelschein

Rein theoretisch kannst Du in Deutschland ohne Segelschein segeln. Zumindest auf Binnengewässern (also Seen und Flüssen) gibt es kein Gesetz, das den Segelschein vorschreibt, mit ein paar Ausnahmen, zum Beispiel Berlin und der Bodensee. Deshalb ist es auch kein Problem, wenn Du mit Freunden oder Verwandten segelst, mal das Steuer in der Hand zu halten. Wenn Du aber selbst segeln willst, hat ein Segelschein viele Vorteile. Zum einen lernst Du mit einem Segelkurs die Grundlagen und Grundbegriffe des Segelns und auch wichtige Regeln wie zum Beispiel die Vorfahrtsregeln. Dieses Wissen ist unverzichtbar für alle, die auf Wasserwegen unterwegs sind! Außerdem brauchst Du häufig einen Segelschein, um Dir ein Boot ausleihen zu dürfen – und falls Du ein eigenes Boot hast, brauchst Du den Schein häufig für die Versicherung. Einen Überblick zu den wichtigsten Segelscheinen findest Du hier.

Ein Knoten in km/h

Ein Knoten ist 1,852 km/h, wenn Du also hörst, dass ein Schiff dreißig Knoten macht, dann weißt du, dass das in etwa 60 km/h sind (oder genau 55,56 km/h). Und 30 Knoten (kurz: kn) sind nicht unrealistisch, wenn Du zum Beispiel eine leichte Jolle, eine sogenannte Skiff, segelst. Natürlich nur, wenn der Wind stimmt. Aber wie kommt es eigentlich, dass man die Fortbewegung von Schiffen in Knoten und nicht in Kilometern misst? Nun, weil auf dem Wasser eben nicht mit Kilometern sondern mit Seemeilen gerechnet wird und die sind (wer will raten?) 1,852 Kilometer lang.

Wo segelt Frodo hin?

Das ist nicht direkt eine Segelfrage, aber natürlich auch sehr spannend. Frodo aus Herr der Ringe darf gemeinsam mit Bilbo nach Valinor segeln, obwohl das eigentlich den Elben vorbehalten ist, weil sie beide Ringträger waren. Auch Samweis darf nach Valinor segeln, kommt allerdings erst nach dem Tod seiner Frau Rosie nach. Auch Legolas und Gimli (der zwar kein Elbe ist und auch den Ring nie getragen hat, aber wir wollen nicht engstirnig sein) reisen später nach Valinor. Valinor wird auch als „unsterbliches Land“ bezeichnet, weil dort Bäume nicht verdorren und Blüten nicht vergehen – tatsächlich macht allerdings allein der Aufenthalt dort nicht unsterblich. Dorthin zu segeln, war aber hoffentlich trotzdem sehr schön.