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Badestellen - Wasserqualität

Foto: © Tom / Dollar Photo Club

Badestellen - Wasserqualität fast überall ausgezeichnet

Innerhalb der EU werden sogenannte Badegewässer regelmäßig überprüft. Bei ihrer letzten Untersuchung in 2016 (aktuell bis Mitte 2018) wurde dabei festgestellt, dass 98 Prozent der deutschen Seen, die über eine offizielle Badestelle verfügen, den Qualitätsanforderungen der EG-Badegewässerrichtlinie genügen. Knapp 91 Prozent der Badegewässer erfüllten sogar die strengeren Anforderungen für ausgezeichnete Qualität.

In der Badesaison 2016 gab es in Deutschland 2.292 Badegewässer, die nach der EG-Badegewässerrichtlinie überwacht wurden. Davon lagen 367 an der Küste von Nord- und Ostsee, 1.925 an Binnengewässern (1.893 an Seen; 32 an Flüssen). Lediglich bei fünf Badestellen wurde „schlechte Wasserqualität“ bemängelt. Dabei handelte es sich um eine Badestelle am Finsterroter See in Wüstenrot (Baden-Württemberg) sowie zwei Badeplätze am See Dümmer (Lembruch, Niedersachsen) sowie um dabei eine Badestelle an der Ostsee nahe von Rügen (Gemeinde Sundhagen), sowie eine am Fluss Kocher in Baden-Württemberg.

Aktuelle Informationen zur Badegewässerqualität in Deutschland findest du beim Umweltbundesamt oder bei der zuständigen Badestellenauskunft.

Wissenswertes zur Wasserqualität

See ist nicht gleich Badesee. Entscheidend ist die Wasserqualität, die durch ökologische und hygienische Beeinträchtigungen beeinflusst werden kann. Gelangen zu viele Nährstoffe ins Wasser, kann eine mögliche Folge das übermäßige Wachstum von Algen (Algenblüte) sein. Besonders Blaualgen vermehren sich bei hohen Temperaturen rasant. Sie bilden Toxine und Allergene, die zu Hautreizungen, seltener auch zu Vergiftungen führen können. Bei sichtbarer Blaualgenentwicklung wird die Bevölkerung gewarnt, wobei jedes Bundesland unterschiedliche Verfahrensweisen hat.

Die hygienischen Bedingungen (Bakterien- und Keimzahlen), spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Krankheitserreger können über Kläranlagen oder Mischwasserabläufe in die Gewässer eingetragen werden, die zu Erkrankungen mit Fieber, Erbrechen und Durchfällen bei den Badenden führen können.

Um die von den Bundesländern und der EU festgelegten Richtwerte einzuhalten und die gesundheitlichen Risiken möglichst gering zu halten, wird während der Badessaison regelmäßig die Wasserqualität der offiziell registrierten Badestellen überprüft. Die letzten Jahre ergaben, dass sich die Wasserqualität kontinuierlich verbessert hat. Fast überall ist das Baden im See unbedenklich. Das gilt aber nur für die als Badegewässer gekennzeichneten Seen und nicht für den Sprung in den nächstbesten Ententeich.

Die Wasserqualität kann übrigens während einer Badesaison durch verschiedenste Einflüsse schwanken. Wenn festgelegte Werte überschritten bzw. empfohlene Richtwerte nicht erreicht werden, können zum Schutz Badeverbote ausgesprochen werden.

Die Warnzeichen für eine schlechte Wasserqualität sind übrigens eindeutig, wenn das Wasser sehr trüb ist und unangenehme Gerüche verbreitet. Sollte die Sichtweite durch das Algenwachstum schon so schlecht sein, dass die eigenen Füße nicht zu sehen sind, sollte man auf das Baden besser verzichten. Übrigens kann jeder etwas dafür tun, dass das Wasser sauber bleibt:

  • Entsorgt eure Abfälle nicht am Strand oder im Wasser.
  • Benutzt Toiletten oder - falls nicht vorhanden - wählt zumindest einen wasserfernen Platz.
  • Tragt Cremes oder Lotionen nicht unmittelbar vor dem Baden auf. Benutzt wasserfeste Produkte.
  • Füttert keine Enten oder Fische. Die Fäkalien der Enten und Vögel begünstigen das Algenwachstum.