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Lebensraum See

Foto: © Tom / Dollar Photo Club

Lebensraum See

Lebensraum See

Welche Lebensräume findet man im und am See? Biologisch betrachtet, unterscheidet man zwei wichtige Zonen als Lebensraum von Tieren und Pflanzen: Die Bodenzone (Benthal) und den freien Wasserkörper (Pelagial). Tiere und Pflanzen, die am oder im Seeboden wohnen oder wachsen, bezeichnet man als Benthos. Die Bewohner des Freiwasserbereichs werden als Plankton (bis 2 cm) oder als Nekton bezeichnet.

Die Bodenzone gliedert sich nach den Lichtverhältnissen in einen hellen und dunklen Bereich. Der helle, obere Bereich kann von Pflanzen besiedelt sein und wird als Uferzone (Litoral) bezeichnet. Den tieferen, lichtlosen Teil, auf dem keine Pflanzen wachsen, nennt man Tiefenzone (Profundal). Die beiden Bereiche trennt die Sprungschicht.

Die Uferzone erfüllt wichtige ökologische Funktionen. Sie umfasst die bei hohen Wasserständen überflutete Zone, die Flachwasserzone und die Uferbank. Den direkten Übergang zwischen Wasser und Land bildet die Röhricht- oder Schilfzone. Der Bereich, der im flachen Wasser auf die Röhrichtzone folgt, heisst Schwimmblattpflanzenzone. Die Pflanzen erreichen mit ihren Blättern die Wasseroberfläche. Als nächstes schließen sich Pflanzen der Unterwasserpflanzenzone an, die völlig unter der Wasseroberfläche wachsen. Die nächst tieferen Bereiche bis zur Sprungschicht können nur noch von Pflanzen besiedelt werden, die an die vorherrschenden Licht- und Wasserdruckverhältnisse angepasst sind. Das sind Armleuchteralgen, die hier "Unterseeische Wiesen" bilden (nur in nährstoffarmen Seen). Ab der Sprungschicht beginnt die Tiefenzone, in der kein pflanzliches Leben mehr möglich ist.

Der Freiwasserbereich wird nach der Tiefe, in die das Licht noch eindringen kann, unterteilt. Man unterscheidet eine lichtdurchflutete Nährschicht (trophogene Zone) in der durch Photosynthese mehr Nährstoffe gebildet als verbraucht werden und eine Zehrschicht (tropholytische Zone), die unbelichtet ist und in der keine Biomassenproduktion durch Photosynthese stattfindet. Die Kompensationsschicht trennt die beiden Bereiche voneinander. Hier herrschen ausgeglichene Verhältnisse zwischen Auf- und Abbau vor.

Im Litoral mit seinem Pflanzenbewuchs leben die meisten Tierarten. Die Bandbreite umfasst alle wichtigen Tiergruppen von Einzellern bis zu Säugetieren. Im Profundal, in der dunklen pflanzenlosen Tiefe des Seegrundes, leben Bakterien und wirbellose Tiere von herabsinkendem organischen Material. Das Pelagial ist Lebensraum von Fischen und Plakton. Die im Wasser schwebenden Algen sind das sogenannte Phytoplankton. Mikroskopisch kleine Organismen wie z.B. Kleinstkrebse nennt man Zooplankton.

Thermische Schichtung

Im freien Wasserkörper des Sees entstehen aufgrund der Licht- und Temperaturverhältnisse im Sommer unterschiedliche Lebensräume. Durch Sonneneinstrahlung entsteht eine stabile thermische Schichtung des Wassers. Es entstehen chemisch-physikalisch und biologisch stark getrennte Einheiten. Aufgrund von Dichteunterschieden durchmischt sich das erwärmte Oberflächenwasser (Epilimnion) nicht mit dem kälteren Tiefenwasser (Hypolimnion). Zwischen diesen beiden Schichten liegt die Sprungschicht (Metalimnion), innerhalb dieser die Temperatur stark fällt und die Dichte des Wassers entsprechend zunimmt.

Diese Schichtung (sommerliche Stagnation) löst sich erst bei herbstlicher Abkühlung und Windeinwirkung wieder auf, so dass von der Oberfläche bis zum Boden die gleichen Temperatur- und Dichteverhältnisse vorherrschen. Man bezeichnet diesen Prozess als Vollzirkulation oder Herbstmischung.

Im Winter kann sich die Wasserschichtung umkehren. Da Wasser bei einer Temperatur von 4° C am schwersten ist, haben die Wasserschichten direkt am Gewässergrund diese Temperatur. Darüber liegen deutlich kältere Wasserschichten. Diese Schichtung wird dann wieder ausgelöst, sobald die Wassertemperaturen im Frühjahr steigen (Frühjahrsmischung oder -zirkulation).