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Oberschwäbische Seen – „Lebendige Seen“ 2018 Headmotiv

„Lebendige Seen“ 2018

Oberschwäbische Seen

Foto: Frank Hofmann (©)

Oberschwäbische Seen – Lebendige Seen 2018

Anlässlich des Weltwassertages am 22. März ernennen die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) und das Netzwerk Lebendige Seen Deutschland (NLSD) die Oberschwäbischen Seen und Weiher zu den „Lebendigen Seen des Jahres 2018“. Jahrzehntelanger Einsatz für die Verbesserung der Wasserqualität, den Erhalt des Naturreichtums sowie aktive Arbeit zur Bewältigung neuer Herausforderungen im Bereich Landwirtschaft stellen die Gewässer und das sie betreuende Aktionsprogramm in den Mittelpunkt.

Radolfzell, 21. März 2018
Die Landschaft der Region Oberschwaben ist von der Naturvielfalt der fast 2.300 Gewässer maßgeblich geprägt. Den eiszeitlichen natürlichen Seen folgten im Laufe der Zeit die im Hoch- und Spätmittelalter von Menschen geschaffenen Weiher sowie Torf- und Kiesabbauseen. So vielfältig die oberschwäbischen Seen und Weiher sind, so reichhaltig ist auch ihre ökologische Ausstattung, die einem breiten Artenspektrum einen angepassten Lebensraum bietet. Auch in den Bereichen Tourismus, Hochwasserschutz, Klimaausgleich und Energiegewinnung leisten die oberschwäbischen Seen und Weiher einen unersetzbaren Beitrag. Mit der Wahl der oberschwäbischen Seen und Weiher zu den Lebendigen Seen des Jahres 2018 betonen die Partner des Netzwerks Lebendige Seen Deutschland die ökologische Bedeutung dieser Gewässer sowie die für ihren Schutz umgesetzten Maßnahmen.

In den 1960er und 70er Jahren standen viele der oberschwäbischen Seen und Weiher durch die gravierend gestiegenen Einträge aus Abwässern und Landwirtschaft vor dem ökologischen Kollaps. Um diese Entwicklung aufzuhalten, startete das baden-württembergische Umweltministerium im Jahr 1989 das Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen (SOS) für zunächst 33 Gewässer; mittlerweile werden 113 Seen und Weiher betreut. Die Erarbeitung von Sanierungskonzepten, die Beratung von Kommunen und Privaten bei Fragen der Gewässersanierung, die Unterstützung bei der Beschaffung von Fördermitteln und umfassende Öffentlichkeitsarbeiten gehören zu den wichtigsten Aufgaben des Aktionsprogramms. Der Einsatz hat sich ausgezahlt. Insbesondere die Maßnahmen im landwirtschaftlichen Bereich, die nur mit intensiver Beratung und Überzeugungsarbeit umgesetzt werden können, haben bei der Sanierung der Seen und Weiher die größten Erfolge hervorgebracht. Darüber hinaus werden aktuell keine Ausleitungen von Kläranlagen in Seen oder Weiher eingeleitet, Sedimentationsbecken entlasten die Gewässer, die durch die Bodenerosion betroffen sind und zahlreiche fischereiliche Maßnahmen tragen in erheblichem Maße zur ökologischen Aufwertung der Seen bei.

Weiher und Moore prägen die Landschaft der Oberschwäbischen Seen

Weiher und Moore prägen die Landschaft der Oberschwäbischen Seen (© Frank Hofmann)

Doch eine Herausforderung, die es weiterhin zu bewältigen gibt, ist die europaweit immer weiter steigende intensive landwirtschaftliche Produktion und diese macht auch vor den oberschwäbischen Seen und Weihern nicht Halt. Erhebliche Verbesserungen können da nur durch eine gezielte landkreisübergreifende Beratung der in den hydrologischen Einzugsgebieten wirtschaftenden Landwirte erreicht werden.

Die oberschwäbischen Seen werden von den Anwohnern liebevoll als „glitzernde Juwelen“, „leuchtende Augen“ oder „Freudentränen Gottes“ bezeichnet. Zusammen mit zahlreichen Bächen und Mooren prägen sie diese Landschaft. Die Erhaltung dieser Biotope und die Verbesserung ihres gewässerökologischen Zustands ist deshalb eine gesellschaftliche Verpflichtung. Das oberschwäbische Seenprogramm leistet hier einen großen Beitrag. (Aus der Laudatio für die Oberschwäbischen Seen)

Hintergrund

Oberschwäbischen Seen

Finde hier die Seeseiten der Oberschwäbischen Seen!

Global Nature Fund (GNF)

Zu den Aufgaben des GNF gehören die Förderung des Natur- und Umweltschutzes sowie des Tierschutzes, die Initiierung und Durchführung von Natur- und Umweltschutzprojekten zur Erhaltung der Tierwelt und zum Schutz wandernder Tierarten, ihrer Lebensräume und Wanderrouten, die Entwicklung von Modellprojekten zur Förderung nachhaltigen Wirtschaftens, Publikationen und Veranstaltungen zu Themen des Natur- und Umweltschutzes sowie die Förderung von internationalen Konventionen zum Artenschutz.

Living Lakes

Im Jahr 1998 gründete der GNF das Netzwerk Living Lakes zum Schutz von Seen und Feuchtgebieten, ihrer Lebensräume und Trinkwasserressourcen. Heute plant und realisiert der GNF gemeinsam mit nun über 140 Partnerorganisationen weltweit nachhaltige Natur- und Umweltschutzprojekte. Living Lakes bietet seinen Mitgliedern eine Plattform zum Dialog und Austausch von Erfahrungen, Wissen, Umwelttechnologien und zur gemeinsamen Umsetzung von Schutzmaßnahmen.

Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen

1989 aufgrund der Initiative des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben das Aktionsprogramm SOS (Sanierung oberschwäbischer Seen) ins Leben gerufen. Die Koordination dieses Programmes übernahm das Regierungspräsidium Tübingen. In einer ersten Phase wurden 33 Seen und Weiher in drei Landkreisen betreut. Seit 2017 ist die Koordinierungsstelle organisatorisch dem Landratsamt Ravensburg, Bau- und Umweltamt, zugeordnet. Derzeit sind 97 Seen und Weiher aus 47 Städten und Gemeinden der Landkreise Biberach, Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis im Aktionsprogramm. Zusätzlich werden 16 bereits aus dem Programm entlassene Stillgewässer weiterhin überwacht.

Lebendige Seen in Deutschland

Seit 2009 nimmt sich der Global Nature Fund (GNF) jährlich den Weltwassertag am 22. März zum Anlass, einen „Lebendigen See" in Deutschland zu küren. Alle Infos zur dieser Aktion und die bisherigen Sieger der Auszeichnung „Lebendiger See“ findet Ihr hier!

Seepartner

Koordinierungsstelle für das Seenprogramm - Bau- und Umweltamt
(Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen)

Internet: (www.seenprogramm.de)