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Teil I: Die Grillwahl Headmotiv

Grillen am See

Grillwahl

Foto: © Sven Schneider / aboutpixel.de

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Grillwahl

Das Grillen ist eine sehr alte und genauso beliebte Variante zu garen. Es handelt sich um ein „trockenes“ Garverfahren, das eher intuitiv praktiziert wird und wenig reglementierbar ist. Da die Temperatur nicht immer mit einem Regler eingestellt werden kann, muss man sich auf jede Art von Grill erneut einstellen und teilweise auch auf die spezielle Glut. Die Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel das Wetter oder die Temperatur des Grillguts, haben ebenfalls Einfluss auf die Garzeit und das Verhalten des Grillguts auf dem Grill. Für welchen Grill man sich entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren wie Gesundheit, Umwelt, Zeit, Sicherheit und Geschmack ab.

Grillen am See - Die Grillwahl

Elektrogrill

Der Elektrogrill erzeugt eine gleichmäßige Hitze, die aber niedriger ist als bei den anderen Grillarten. Daraus resultiert, dass Wind und Wetter einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Grillvergnügen haben. Bei geringen Außentemperaturen oder einem kühlen Wind kann der Grill schon mal daran scheitern, die gewünschte Hitze zu erreichen oder an das Grillgut weiterzugeben. Problematisch ist es logischerweise mit einem E-Grill, wenn man in der freien Natur grillen möchte, es sei denn, man hat einen Zugang zu Strom über einen Campingplatz oder einen Generator.

Vorteilhaft ist neben der gleichmäßigen Hitze des Grills, dass er nur eine sehr kurze Anheizphase benötigt und eigentlich kein Gefahrenpotenzial besteht. Ein enormer Vorteil ist, dass keine Asche umherwirbelt. Alles in allem eine gute Alternative zum Grillen, wenn man auf den Grillgeschmack und Geruch verzichten kann, den Grill so aufbaut, dass der Wind nicht alle Hitze verstreut, und man einen Stecker findet.

Gasgrill

Der Gasgrill ist eine gute Alternative zum Grillen, da er nicht nur in den heimischen vier Wänden funktioniert, sondern auch in der freien Natur. Der Nachteil ist klar: die Gasflasche und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten des Tragens. Die Risiken, die durch die Nutzung von Gas entstehen, sind im Freien überschaubar. Eine Explosionsgefahr besteht nur bei einer Vermischung von Gas und Sauerstoff beziehungsweise Luft in einem bestimmten Verhältnisspielraum des Gemischs. Da sich das Gas im Freien schnell genug verflüchtigt, sollte es eigentlich keine Probleme geben. Ein Restrisiko bleibt allerdings bestehen, besonders bei unsachgemäßer Handhabung. Es sollte vermieden werden, das Gas lange ausströmen zu lassen, ohne es zu entzünden. Beim Entzünden sollte man daran denken, dass eine sehr heiße Flamme entsteht. Eventuell kommt es auch zu einer Verpuffung, je nach ausgeströmter Menge Gas. Am besten benutzt Ihr ein langes Streichholz, damit Ihr Euch nicht verbrennt.

Abgesehen von diesen Nachteilen bleibt nur der Makel, dass das Grillgut nicht den typischen Grillgeschmack bekommt, wie er durch Kohle- oder Holzflammen entstehen würde. Als vorteilhaft anzusehen ist allerdings die Spontaneität, die man an den Tag legen kann, denn in dem Moment, in dem die Flamme entzündet ist, kann man auch schon fast anfangen zu grillen. Außerdem ist der Gasgrill unabhängiger vom Wetter, er kann auf überdachten Plätzen und Terrassen genauso gut genutzt werden, wie in windigen und kalten Ecken und zur Not kann man den Grill mit der gebotenen Vorsicht umstellen. Die Temperatur, die der Grill erreicht, ist abhängig vom verwendeten Gas und dem Grill, reicht aber über die Möglichkeiten des E-Grills weit hinaus.

Kohlegrill

Der Kohlegrill ist der Klassiker unter den Grillgeräten, er kann allerdings auch mit Holz geladen werden. Für Grillfreunde, die Freiheit und urbane Unabhängigkeit schätzen und suchen, ist der Kohlegrill die flexibelste und urtümlichste Art zu grillen. Nachteilig sind allerdings die Gesundheitsbedenken, denn das Grillen auf offener Flamme ist gesundheitsschädlicher als das Elektrogrillen. Die Problematik ist, dass man, wenn man den eigentlichen Grillgeschmack haben will, an dieser Variante nicht vorbeikommt. Es besteht allerdings die Möglichkeit, sein Grillgut in Aluschalen zu legen und dann zu grillen - das Gespött der anderen ist fast vorprogrammiert: "Alufoliengriller." Wen diese Aussage kalt lässt, der hat mit den Aluschalen den Nachteil des Kohlegrillens ausgemerzt. Ein anderes Manko ist die Anheizzeit, die je nach Verfahren länger als eine Stunde dauern kann. Vorteilhaft sind der einzigartige Grillgeschmack, das urtümliche Ambiente und die gleichmäßige hohe Hitze, vorausgesetzt der Grill wurde richtig angeheizt.

Grillanzünder

Die Grillanzünder sind schon fast ein eigenes Kapitel für sich. Der eine bevorzugt die Methode mit Kohle und Grillanzünder, der andere schwört auf den flüssigen Anzünder, wieder andere nehmen die festen Anzünder, ob natürliche oder chemische. Und dann gibt es natürlich noch die, die einfach eine Lötlampe oder ein Heißluftgebläse einsetzen. Nicht nur begrenzt tauglich, sondern im höchsten Maße leichtsinnig ist das Entzünden mit Spiritus, Benzin oder Alkohol. Diese drei "Grillanzünder" sind die Hauptursache für die jährlich 4.000 Grillunfälle, die zum Teil mit schwersten Verbrennungen enden. Um Unfälle zu vermeiden, sollte man auf die "gefährlichen Drei" verzichten. Außerdem gibt es simple Verhaltensregeln, an die man sich zwingend halten sollte, für den Fall der Fälle, dass man flüssige Brandbeschleuniger verwendet.

Sondergrillformen

Man kan auch über offenem Feuer grillen wird, diese Methode muss allerdings beherrscht werden. Das sogenannte Schwenken beziehungsweise Schwenkgrillen braucht Übung, um den richtigen Dreh zu erlernen, damit das Fett nicht ins Feuer tropft und die Hitze nicht zu direkt auf das Grillgut einwirkt. Zu guter Letzt gibt es die Methode der indirekten Wärmezuführung. Eine Variante, die vornehmlich in Südamerika angewandt wird und viel Zeit und Mühe erfordert. Indirektes Grillen bedeutet nichts anderes als das Grillgut neben die Hitzequelle zu hängen. Stetiges Umschichten der Glut ist hierbei ebenso unerlässlich wie den Wind im Auge zu behalten.

Sicherheit

Grillanzünder

Die Grillanzünder sind schon fast ein eigenes Kapitel für sich. Der eine bevorzugt die Methode mit Kohle und Grillanzünder, der andere schwört auf den flüssigen Anzünder, wieder andere nehmen die festen Anzünder, ob natürliche oder chemische. Und dann gibt es natürlich noch die, die einfach eine Lötlampe oder ein Heißluftgebläse einsetzen. Nicht nur begrenzt tauglich, sondern im höchsten Maße leichtsinnig ist das Entzünden mit Spiritus, Benzin oder Alkohol. Diese drei "Grillanzünder" sind die Hauptursache für die jährlich 4.000 Grillunfälle, die zum Teil mit schwersten Verbrennungen enden. Um Unfälle zu vermeiden, sollte man auf die "gefährlichen Drei" verzichten. Außerdem gibt es simple Verhaltensregeln, an die man sich zwingend halten sollte, für den Fall der Fälle, dass man flüssige Brandbeschleuniger verwendet.

Es ist ratsam:

  • Die Brandbeschleuniger in einem Behälter aufzubewahren, der einen Dosierer mit Rückschlagventil hat.
  • Der Behälter selbst sollte feuerfest sein und
  • Fern von Kindern aufbewahrt werden.
  • Er sollte nicht in unmittelbarer Nähe eines Brandherds oder von großer Hitze stehen.
  • Der Anzünder sollte NUR zum ersten Entzünden des Brennstoffs benutzt werden.
  • NIEMALS den Grillanzünder in die Glut kippen, AUCH wenn sie aussieht, als wäre sie aus. Die Zündtemperatur kann trotzdem gegeben sein.
  • NIEMALS an eine Stelle die noch nicht glüht kippen, die Entflammung kann sehr überraschend eintreten.
  • ACHTUNG: Die Flammen die bei so einer Verpuffung entstehen, können meterhoch sein und eine leicht unterschätzte Breite entwickeln.

Für die festen Anzünder gilt: Es besteht keine nennenswerte Gefahr, solange man sie sachgemäß verwendet. Es gibt nicht mehr zu tun als sie gleichmäßig in der Kohle zu verteilen und sie zu entzünden. Wichtig ist, dass man sie vollständig abbrennen lässt, um Rückstände und Geschmacksbeeinträchtigungen zu vermeiden. Wedeln hilft, die Glut schneller grillfertig zu bekommen. Ein Zeichen für eine gute Glut ist die weiße Ascheschicht. Sollte man weder chemische noch natürliche Grillanzünder zur Verfügung haben, bieten sich beim heimatlichen Grillen elektronische Hilfsmittel an. Einige Grillextremisten behaupten allerdings (ebenso wie beim Grillen mit Aluschalen), durch die Verwendung solcher Hilfsmittel ginge viel vom Flair des Grillens verloren. Wer auf sämtliche vermeintlich unzulässigen Hilfsmittel verzichten möchte, der kann auf die bewährte Methode unserer Vorfahren zurückgreifen - ein kleines Feuer entfachen und Kohle mit Hilfe dieses Feuers zum Glühen bringen oder ein Feuer machen und über diesem grillen.

 

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