See suchen

Direkt an den See: Über 1900 Seen mit Kurzbeschreibungen, Karten und Bildern, Hinweisen zu Freizeitangeboten und Kommentaren findet ihr in unserer Datenbank. Da ist für jeden etwas dabei. Ganz in der Nähe oder als Urlaubsziel. Zum Relaxen oder Aktivsein. Alleine oder mit Gleichgesinnten. Viel Spaß am See!

Entstehung

Klassifikation und Verbreitung

Seen werden bisher weder national noch international einheitlich beschrieben und klassifiziert. Mögliche Kriterien für eine Typisierung sind Entstehung, Größe und Morphometrie, Durchlichtung und Eigenfärbung, Durchströmung, Trophie, Temperatur u.a.

Zunächst können natürliche und künstliche Seen unterschieden werden. Bei natürlichen Seen kann die Entstehung nach geologischen bzw. geomorphologischen Kriterien klassifiziert werden wie z.B.

Glaziale Seen

Sie verdanken ihre Entstehung der Eiszeit. Gletscher und Schmelzwasser formten Becken und Rinnen, die den Seen ihre heutige Gestalt gaben z.B. Eisrandstauseen: Chiemsee; Zungenbeckenseen: Starnberger See; Toteisseen: Stechlinsee; eiszeitliche Rinnenseen: Zansen, Schmaler Luzin; Karseen: Tititsee und Mummelsee.

Tektogene Seen

Die Vertiefungen sind im Zusammenhang von Prozessen entstanden, die das Gefüge und die Lagerungsverhältnisse der Erdkruste verändert haben. In Rissen, Grabenbrüchen und Senken konnten sich im Laufe der erdgeschichtlichen Entwicklung Wasseransammlungen bilden (z.B. der Baikalsee in Sibirien und der Tanganjikasee im Ostafrikanischen Grabenbruch). Sie sind oft sehr tief und sehr alt.

Vulkanogene Seen

Durch vulkanisch bedingte Aktivitäten (Prozesse, die mit aufsteigender Magma zusammenhängen) können in erloschenen Gipfelkratern oder Explosionstrichtern Seen entstehen. (Kraterseen: Winsborn am Moselberg; Maare bzw. Explosionskraterseen: Laachersee).

Auch geomorphologische Prozesse der Verwitterung (Lösungsverwitterung auf Kalk, Gips oder Dolomit), große Sedimentverlagerungen (Bergstürze, Abschnürung von Meeresbuchten), Verlagerung von Flussläufen (Altwasser, Altarme etc.) können Ausgangspunkt für die Seenentwicklung sein.

Künstliche Gewässer wie Baggerseen sind in den einst seenlosen Flußauen von Rhein, Main, Weser und Elbe durch den Abbau von Rohstoffen wie Kiese, Sande und Tone sowie in Gebieten von großen Straßenbauprojekten (Autobahnbauten) und Kanalbauten (Main-Donau-Kanal) entstanden. In den Folgelandschaften ehemaliger Braunkohlereviere haben sich Rest- bzw. Renaturierungsseen entwickelt. Talsperren als Trinkwasserspeicher für Ballungsräume und zur Regulierung des Wasserabflusses sind vor allem in den Mittelgebirgen (Sauerland, Harz oder Thüringer Wald) entstanden. Ihre Hauptbecken sind Zweckgewässer und von starken Wasserschwankungen geprägt.

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