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Direkt an den See: Über 1900 Seen mit Kurzbeschreibungen, Karten und Bildern, Hinweisen zu Freizeitangeboten und Kommentaren findet ihr in unserer Datenbank. Da ist für jeden etwas dabei. Ganz in der Nähe oder als Urlaubsziel. Zum Relaxen oder Aktivsein. Alleine oder mit Gleichgesinnten. Viel Spaß am See!

Badestellen - Wasserqualität

Zwar erfreut sich das Baden und Schwimmen in Binnengewässern während der heißen Sommermonate größter Beliebtheit, aber sind die Seen auch sauber genug?

See ist nicht gleich Badesee. Entscheidend ist die Wasserqualität, die durch ökologische und hygienische Beeinträchtigungen beeinflusst werden kann. Gelangen zu viele Nährstoffe ins Wasser, kann eine mögliche Folge das übermäßige Wachstum von Algen (Algenblüte) sein. Besonders Blaualgen vermehren sich bei hohen Temperaturen rasant. Sie bilden Toxine und Allergene, die zu Hautreizungen, seltener auch zu Vergiftungen führen können. Bei sichtbarer Blaualgenentwicklung wird die Bevölkerung gewarnt, wobei jedes Bundesland unterschiedliche Verfahrensweisen hat.

Die hygienischen Bedingungen (Bakterien- und Keimzahlen), spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Krankheitserreger können über Kläranlagen oder Mischwasserabläufe in die Gewässer eingetragen werden, die zu Erkrankungen mit Fieber, Erbrechen und Durchfällen bei den Badenden führen können.

Um die von den Bundesländern und der EU festgelegten Richtwerte einzuhalten und die gesundheitlichen Risiken möglichst gering zu halten, wird während der Badessaison regelmäßig die Wasserqualität der offiziell registrierten Badestellen überprüft. Die letzten Jahre ergaben, dass sich die Wasserqualität kontinuierlich verbessert hat. Fast überall ist das Baden im See unbedenklich. Das gilt aber nur für die als Badegewässer gekennzeichneten Seen und nicht für den Sprung in den nächstbesten Ententeich.

Die Wasserqualität kann übrigens während einer Badesaison durch verschiedenste Einflüsse schwanken. Wenn festgelegte Werte überschritten bzw. empfohlene Richtwerte nicht erreicht werden, können zum Schutz Badeverbote ausgesprochen werden.

Die Warnzeichen für eine schlechte Wasserqualität sind übrigens eindeutig, wenn das Wasser sehr trüb ist und unangenehme Gerüche verbreitet. Sollte die Sichtweite durch das Algenwachstum schon so schlecht sein, dass die eigenen Füße nicht zu sehen sind, sollte man auf das Baden besser verzichten.

Übrigens kann jeder etwas dafür tun, dass das Wasser sauber bleibt:

  • Entsorgt eure Abfälle nicht am Strand oder im Wasser.
  • Benutzt Toiletten oder - falls nicht vorhanden - wählt zumindest einen wasserfernen Platz.
  • Tragt Cremes oder Lotionen nicht unmittelbar vor dem Baden auf. Benutzt wasserfeste Produkte.
  • Füttert keine Enten oder Fische. Die Fäkalien der Enten und Vögel begünstigen das Algenwachstum.
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Wasserqualität in Deutschland

2009 wurde die Wasserqulität deutscher Seen von der EU getestet. Das Ergebnis: 98,4 Prozent der deutschen Binnengewässer erfüllen die EU-Standards zur Wasserqualität. Besonders erfreulich: 81 Prozent der getesteten Gewässer haben sogar die Bestnote "ausgezeichnet" erhalten. 

Die Studie kann von der Seite der Europäische Umweltagentur herunter geladen werden: Qualität der Badegewässer — Badesaison 2009.



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