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Kohlegrill
Der Kohlegrill ist der Klassiker unter den Grillgeräten, er kann allerdings auch mit Holz geladen werden. Für Grillfreunde, die Freiheit und urbane Unabhängigkeit schätzen und suchen, ist der Kohlegrill die flexibelste und urtümlichste Art zu grillen. Nachteilig sind allerdings die Gesundheitsbedenken, denn das Grillen auf offener Flamme ist gesundheitsschädlicher als das Elektrogrillen. Die Problematik ist, dass man, wenn man den eigentlichen Grillgeschmack haben will, an dieser Variante nicht vorbeikommt. Es besteht allerdings die Möglichkeit, sein Grillgut in Aluschalen zu legen und dann zu grillen - das Gespött der anderen ist fast vorprogrammiert: "Alufoliengriller." Wen diese Aussage kalt lässt, der hat mit den Aluschalen den Nachteil des Kohlegrillens ausgemerzt. Ein anderes Manko ist die Anheizzeit, die je nach Verfahren länger als eine Stunde dauern kann. Vorteilhaft sind der einzigartige Grillgeschmack, das urtümliche Ambiente und die gleichmäßige hohe Hitze, vorausgesetzt der Grill wurde richtig angeheizt.
Grillanzünder
Die Grillanzünder sind schon fast ein eigenes Kapitel für sich. Der eine bevorzugt die Methode mit Kohle und Grillanzünder, der andere schwört auf den flüssigen Anzünder, wieder andere nehmen die festen Anzünder, ob natürliche oder chemische. Und dann gibt es natürlich noch die, die einfach eine Lötlampe oder ein Heißluftgebläse einsetzen. Nicht nur begrenzt tauglich, sondern im höchsten Maße leichtsinnig ist das Entzünden mit Spiritus, Benzin oder Alkohol. Diese drei "Grillanzünder" sind die Hauptursache für die jährlich 4.000 Grillunfälle, die zum Teil mit schwersten Verbrennungen enden. Um Unfälle zu vermeiden, sollte man auf die "gefährlichen Drei" verzichten. Außerdem gibt es simple Verhaltensregeln, an die man sich zwingend halten sollte, für den Fall der Fälle, dass man flüssige Brandbeschleuniger verwendet.
Es ist ratsam:
- Die Brandbeschleuniger in einem Behälter aufzubewahren, der einen Dosierer mit Rückschlagventil hat.
- Der Behälter selbst sollte feuerfest sein und
- Fern von Kindern aufbewahrt werden.
- Er sollte nicht in unmittelbarer Nähe eines Brandherds oder von großer Hitze stehen.
- Der Anzünder sollte NUR zum ersten Entzünden des Brennstoffs benutzt werden.
- NIEMALS den Grillanzünder in die Glut kippen, AUCH wenn sie aussieht, als wäre sie aus. Die Zündtemperatur kann trotzdem gegeben sein.
- NIEMALS an eine Stelle, die noch nicht glüht, kippen, die Entflammung kann sehr überraschend eintreten.
- ACHTUNG: Die Flammen, die bei so einer Verpuffung entstehen, können meterhoch sein und eine leicht unterschätzte Breite entwickeln.
Für die festen Anzünder gilt: Es besteht keine nennenswerte Gefahr, solange man sie sachgemäß verwendet. Es gibt nicht mehr zu tun als sie gleichmäßig in der Kohle zu verteilen und sie zu entzünden. Wichtig ist, dass man sie vollständig abbrennen lässt, um Rückstände und Geschmacksbeeinträchtigungen zu vermeiden. Wedeln hilft, die Glut schneller grillfertig zu bekommen. Ein Zeichen für eine gute Glut ist die weiße Ascheschicht. Sollte man weder chemische noch natürliche Grillanzünder zur Verfügung haben, bieten sich beim heimatlichen Grillen elektronische Hilfsmittel an. Einige Grillextremisten behaupten allerdings, (ebenso wie beim Grillen mit Aluschalen) durch die Verwendung solcher Hilfsmittel ginge viel vom Flair des Grillens verloren. Wer auf sämtliche vermeintlich unzulässigen Hilfsmittel verzichten möchte, der kann auf die bewährte Methode unserer Vorfahren zurückgreifen - ein kleines Feuer entfachen und Kohle mit Hilfe dieses Feuers zum Glühen bringen oder ein Feuer machen und über diesem grillen.











