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Direkt an den See: Über 2.000 Seen mit Kurzbeschreibungen, Karten und Bildern, Hinweisen zu Freizeitangeboten und Kommentaren finden Sie in unserer Datenbank. Da ist für jeden etwas dabei. Ganz in der Nähe oder als Urlaubsziel. Zum Relaxen oder Aktivsein. Alleine oder mit Gleichgesinnten. Viel Spaß am See!

 
 

Geysire und Gewässer

Der Yellowstone-Nationalpark ist eines der beliebtesten Touristenziele in den USA und der erste Nationalpark der Welt. Eine atemberaubende Landschaft, beeindruckende Tierwelt sowie tausende heiße Quellen und der größte Bergsee der USA haben den Park weltweit berühmt gemacht. Aber auch Katastrophenfilmer nehmen den Nationalpark gerne als Kulisse: Unter ihm liegt der größte Supervulkan auf dem amerikanischen Kontinent!

Yellowstone-Nationalpark
Foto: Maren Arndt

Umgeben von den Rocky Mountains

Dem heutigen Nationalpark kam bei der Erschließung Nordamerikas vor allem eines zu gute: Seine abgeschiedene Lage. Die weißen Siedler machten bei ihrem unaufhaltsamen Zug nach Westen einen Bogen um das Areal. Kein Wunder, denn der Park ist fast komplett von Bergketten der Rocky Mountains umgeben, die bis zu 4.300 Meter hoch reichen, der Park selbst liegt auf einer Höhe von 2.400 Metern. So wurde das Gebiet erst sehr spät erkundet – und die Kundschafter waren von der Schönheit der nahezu unberührten Natur überwältigt. Um diese Natur zu erhalten wurde der Park mitsamt all seinen Quellen, Seen und Tieren per Gesetz unter Schutz gestellt – und so zum ersten Nationalpark der Welt.

Geysir im Yellowstone-Nationalpark
Foto: Ulrich Iffland

Ein Paradies für Wasserfreunde und Wissenschaftler

Mehrere Millionen Besucher pro Jahr beweisen auch heute noch, dass diese Entscheidung goldrichtig war. Sie kommen, um sich anzusehen, wie die mehr als 3.000 Geysire Wasser zum Teil mehrere Meter hoch in die Luft schießen. Überhaupt ist der ein Paradies für Wasserfreunde: Insgesamt gibt es mehr als 10.000 heiße Quellen und zahlreiche Seen – darunter den größten Bergsee der USA. Aber nicht nur Wasserfreunde schätzen die natürlichen Quellen: Auch die Wissenschaft ist interessiert. Denn in den zum Teil jahrtausendealten Wasserbecken leben seltene Bakterien und Algen – hier wurde unter anderem ein Enzym entdeckt, das zur Vervielfältigung von DNA genutzt werden kann!

Heiße Quelle im Yellowstone-Nationalpark
Der "Morning Glory Pool" im Yellowstone-Nationalpark (Foto: Felix Kolly)

... und für Tiere

Auch die zahlreichen Tiere im Yellowstone-Nationalpark wissen die heißen Quellen zu schätzen und ruhen sich an ihnen aus – oder jagen, je nach dem. Denn im Nationalpark sind zahlreiche Tiere beheimatet, die man sonst nur aus dem Zoo kennt. Mehrere tausend Bisons, sind hier ebenso zu Hause wie Wölfe oder Kojoten. Sogar Raubkatzen wie Luchse oder Pumas haben in dem Park ihre Heimat gefunden. Im Hinterland trifft man dafür auf Grizzlybären – Füttern streng verboten! Dafür gibt es nämlich Profis – die zum Teil richtig prominent waren, zum Beispiel der spätere US-Präsidenten Gerald Ford, der 1936 als Park-Ranger tätig war.

Und der Vulkan? Nun, der ist zuletzt vor etwa 0,64 Millionen Jahren ausgebrochen – und seitdem so ruhig, wie ein 60 km langer Vulkan ruhig sein kann. Aber ein bisschen Nervenkitzel ist wohl der Preis, den man für den ältesten Nationalpark der Welt bezahlen muss. Es lohnt sich.

Yellowstone Nationalpark
Foto: Willy Brüchle
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