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Rotes Fleisch
Es kann jedes Tier in ziemlich jeder Form gegrillt werden. Je größer das Fleischstück ist, desto länger braucht es zum Garen und desto höher ist der Schwierigkeitsgrad, dem sich der Grillmeister stellt. Besonders beliebt sind das Schwein, das Rind und eventuell das Lamm. Der Aufbau (die Anatomie) dieser Tiere ist grundsätzlich gleich. Nur die Größe der Stücke variiert und damit auch ihre Grilltauglichkeit. Die Teile, die besonders zum Grillen geeignet sind, unterscheiden sich bei den genannten Tieren. Allgemein kann man aber sagen, dass die besten Stücke der Rücken, das Filet und Teile der Keule sind.
Schwein
Nacken, Filet, Bauch, Rücken, Spare Ribs, Kotelett
Der Nacken, Spare Ribs und der Bauchspeck sind die Klassiker unter den Schweinefleischteilen und sicherlich die am besten zu grillenden. Filet und Rücken sind Teile des Schweins die bei richtiger Handhabung auch vom Grill besonderes Essvergnügen versprechen. Bei Rücken und Filet gilt es zu beachten, dass sie einen relativ geringen Fettanteil besitzen und daher schnell trocken werden. Daher besonderes Augenmerk auf dieses Grillgut legen, da es am schnellsten austrocknet.
Rind
Rücken, Hüfte, Filet
Das Rind ist ein beliebtes Tier, wenn es ums Essen geht. Der Rücken bzw. die Steaks, die aus dem Rücken geschnitten werden, sind die Klassiker und werden als Rumpsteaks oder Entrecôte im Handel verkauft. Eine feine Maserung des Fleischs, oder die eingelagerten „Fettaugen“, machen es besonders zart und saftig. Die Hüfte ist im Vergleich zum Rücken oder Filet zwar günstiger einzukaufen, dafür allerdings auch weniger hochwertig, da nicht so fein gemasert und etwas fester in der Konsistenz, aber nicht minderwertig und zum Grillen gut geeignet.
Lamm
Rücken, Hüfte
Das Lamm ist ein Fleisch mit besonderem Aroma, daher aber auch leider nicht jedermanns Sache. Die Hüfte ist günstiger als der Rücken, aber zum Grillen bestens geeignet, da sie durchwachsen ist und dadurch auf dem Grill schön saftig bleibt. Der Rücken ist besonders zart aber auch anfälliger, was die Hitze und damit verbundene Austrocknung angeht.
Wild
Rücken, Hüfte
Wildfleisch ist - genau wie das Lammfleisch - geschmacksintensiv und damit nicht das beliebteste Fleisch und zur Grillsaison auch nur bedingt erhältlich. (Die gesetzliche Schonzeit für Wildtiere umfasst vor allem die Sommermonate.) Bei Wild gilt es besonders darauf zu achten, dass das Fleisch nicht austrocknet. Das Fleisch ist nicht so stark gemasert wie z.B. Rind und somit besonders empfindlich. Bardieren und Lardieren hilft dem entgegenzuwirken, dafür hat man allerdings das Problem, dass das Fett vom Speck in die Glut tropfen könnte.
Weißes Fleisch
Beim Geflügel sind Flügel, Flügelspitze, Brust oder Keule die Teile, die fürs Grillen interessant sind. Das Risiko schlechthin sind die Salmonellen, auf die streng geachtet werden muss. Eine Erkrankung durch Salmonellen gehört zu den Dingen die man sich besser erspart. Das Geflügel also immer gut kühlen und vor der Vor- bzw. Zubereitung mit kaltem Wasser abspülen. Zweiter Nachteil von Geflügel ist die Empfindlichkeit des Fleischs, denn Geflügel trocknet schnell aus, da wenig Fett eingelagert ist. Vorteilhaft beim Zuchtgeflügel ist die geringe Vorbereitungszeit und die vielseitige Verwendbarkeit.
Pute, Hähnchen, Poularde
Brust, Keule, Flügel, Flügelspitze
Die Keule der Pute ist recht groß um sie zu grillen. Wenn man darauf besteht, sollte man eine Zone auf dem Grill mit niedrigerer Temperatur wählen. Bei der Brust der Pute ist es ratsam, sie zu portionieren. Sollte man sie ganz grillen wollen, ist die Temperatur anzupassen. Die Flügel und Flügelspitzen sind ein besonderes Vergnügen, sie sind „pflegeleicht“ und mit der richtigen Marinade sehr schmackhaft.
Wildgeflügel
Ente, Gans, Perlhuhn, Strauss, Wachtel
Wildgeflügel ist nicht immer ganzjährig zu kaufen, außer es handelt sich um Ente, Strauss oder Wachtel. Die Wildgeflügel fallen durch einen wesentlich intensiveren Geschmack auf und sind nicht jedermanns Geschmack. Ente und Gans weisen einen sehr hohen Fettgehalt auf, der das Fleisch zwar vor der Hitze und dem Austrocknen schützt, aber dafür auch die Gesundheitsrisiken dementsprechend schürt. Die geringe Vorbereitungszeit ist sehr positiv.











